Die Dorfmühle zu Großkarlbach

 

Wanderkarte Nr. 18

Die Dorfmühle war die einzige von den sieben Mühlen, die innerhalb der Tore im Dorfe Großkarlbach lag. Wie alle jahrhundertealten Bauwerke hat auch diese Mühle eine wechselvolle Vergangenheit aufzuweisen.

So finden wir in der Dirmsteiner Jahresrechnung des Domstiftes aus den Jahren 1632/1633 eine Eintragung des damaligen Kellers (Einnehmers) Johann Conrad Fellßen unter "Korn Mühlenpacht": 8 Malter Korn Georg Stubenrauch aus Großkarlbach für eine Mühle im Dorf gelegen (Dorfmühle).

Aus einem Inventarium aus dem Jahre 1815 geht hervor:

"Eine Mahlmühle mit zwei Mahlgängen, einem Schälgang und Stallung, genannt die Dorfmühle, in Großkarlbach gelegen, einerseits der Eckbach, anderseits die Kändelgasse, mit allem Zubehör und den dazu gehörigen Gerätschaften, nämlich, neue Wannen, ein vollständiges Multergeschirr (Maß und Gewichte), zwei Beutel, vier Sieben, zwei Billen, eine Zweispitze (Hämmer und Werkzeuge zum Behauen der Mahlsteine), eine Säge und ein neues Wasserrad geschätzt 2500 Gulden. Eine Scheune in der Back oder Simonsgasse geschätzt zu 500 Gulden.

An Äcker und Weinbergen: 32 Äcker und Weinberge geschätzt zu 6415 Gulden Das Gesamtvermögen wurde auf 7050 Gulden und 2 Kreuzer geschätzt."

Heute wird das so unscheinbar aussehende Häuslein als Gemeinde- Sozialwohnung genutzt.

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