Die Haldmühle zu Bissersheim

 

Wanderkarte Nr. 13

Die Haldmühle, eine in sich geschlossene, sehr stattliche Anlage, liegt in der Nähe des Dorfes und hatte in der Vergangenheit eine stets enge Bindung an Bissersheim. Vom Müller der Haldmühle, Johann Lorentz Schmitt, wird in etlichen Urkunden ab 1736 berichtet, daß er viele Jahre lang Schultheiß war. Auch gilt er als Stifter des Altars von 1760 in der Bissersheimer Kirche. Ein kleines, in das Holz des Altars eingeschnitzte Mühlrad, mit den Initialen L.S. und die Jahreszahl 1760 weisen auf den Müller Lorentz Schmitt aus der Haldmühle hin.

Bis 1797 unterstand die Mühle der Herrschaft der Grafen von Leiningen-Westerburg. Das änderte sich mit der anschließenden Franzosenzeit, die Gewerbefreiheit brachte. 1801 war sie im Besitz von Johann Philipp Fitting. Im April 1811 kauften gemeinsam Heinrich Koob und der Großkarlbacher Georg Freyschlag von Gottschalk Mayer und „Consorten“ in Mannheim die Haldmühle zu einem Preis „um 47.000 Gulden“. Heinrich Koob löste im Jahre 1831 seinen Kompagnon mit 8.000 Gulden aus und war nun Alleinbesitzer. Die Besitzverhältnisse wechselten noch etliche Male.

Zwar wird die Mühle heute „Hald“ geschrieben, doch viele Jahrzehnte hindurch schrieb sie sich richtigerweise „Haltmühle“, denn Halt bedeutete Hanglage, und tatsächlich befindet sie sich am Hangbereich, so daß sie von der dortigen Gewanne „In der Halt“ihren Namen hat.

Nach dem am 11. Februar 1841 erstellten Grundsteuer-Kataster hatte die Haldmühle drei Mahlgänge und einen Schälgang, Ölmühle und Hanfreibe, sowie ein Kelter- und Brennhaus. Funktionstüchtige Mahleinrichtungen sind nicht mehr vorhanden, denn die Mühle wird heute zu Wohnzwecken genutzt.

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