Die Kirchheimer Kandel- oder Oligmühle

Wanderkarte Nr. 9

Weil andere Orte am Eckbach mehr Mühlen aufzuweisen hatten als das größere Kirchheim, baute der Ziegler Gung Philipp Koch um 1740 eine dritte Mühle. Er kaufte aus dem Höninger Stammgut einen Morgen Feld bei der Kandelbrücke und errichtete mit der Kandel- oder Oligmühle die erste Mühle, in der Öl geschlagen wurde. 1748 verkaufte er sie an Nikolaus Lang. Im Tausch gegen Feld holte er sich die Oligmühle wieder zurück, doch suchte er 1761 nach einem neuen Betätigungsfeld als Müh­lenbauer in Worms und überließ die Mühle seinem Sohn Johann Wilhelm Koch, Anwaltsschultheiß und Ortsvorsteher. Nach regem Besitzerwechsel steckte Heinrich Ludwig Maaß ab 1894 viel Geld, Fleiß und seine ganze Lebenskraft in die Oligmühle. Mit einer wasserbetriebenen Turbine erzeugte er elektrischen Strom zur Versorgung von Mühle und Haus. 1959 entstand durch seine Nachkommen das erste Getreidesilo, dem bald zwei weitere folgten, mit einer Gesamt-Lagerkapazität von 3000 Tonnen Getreide.

1995 wurde der gesamte Komplex abgerissen und durch ein Mietshaus ersetzt, in dem 26 Familien wohnen.

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