Die Langmühle zu Kleinkarlbach

 

Wanderkarte Nr. 8

Die Ölmühle gehörte mit 40 Morgen Ackerland, Wingert und Wiesen in die vordere Grafschaft Sponheim und wurde nach Auflösung der Grafschaft durch die Herren von Wachenheim käuflich er­worben. Im Zuge der Säkularisation ersteigerte der Erbherr Penserot aus Paris die Mühle als Ren­dite-Objekt. Der Müller Ludwig Lang kaufte die Mühle später und vererbte sie seinem Sohn Georg Peter Lang. Der errichtete einen Mahlgang und eine Hanfreibe. Im Kollergang, wie bei Ölmühlen üblich, jedoch nur mit einem Läuferstein, wurden die Hanfstengel so lange bearbeitet, bis die Fasern freigelegt waren. Diese konnten dann zu Seilen und Tauen gedreht werden.

Als besteuerbarer Besitz hatte 1839 zur Mühle gehört: Wohnhaus, Mahlmühle mit drei Mahl- und einem Schälgang, Kelterhaus und Kuhstall, Ölmühle mit Schöppchen, Scheuer mit Pfer­destall, Schöppchen mit Backhaus, Brennhaus mit Wohnung, Hanfreibe mit Vorzimmer vom Hofraum.

Im Okt. 1893 kaufte der Müller Wilhelm Eisenbeiß aus Mittelbach bei Zweibrücken die Mühle von dem Vorbesitzer Jakob Becker. In der Mühle wird heute noch von den Nachfahren Mehl- und Landproduktehandel betrieben.

Zwei Hanfreibesteine liegen links und rechts der Toreinfahrt.

 

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