Die Mühle am Weiher zu Großkarlbach

Wanderkarte Nr. 15

Die frühere "Obermühle" scheint erst relativ spät erbaut worden zu sein, da sie weder in den alten Großkarlbacher Weistümern von 1491 noch von 1609 Erwähnung fand. Vor 1797 befand sie sich im Besitz von Kurpfalz und gehörte 1817 Friedrich Goos. Die oberschlächtige Mühle hatte 3 Mahlgänge und 1 Schälgang.

Dann erfahren wir von dem Eisenberger Papiermüller Johann Friederich, der 1852 eine Papierfabrik an Stelle der älteren Obermühle errichtet hat. Diese fiel jedoch schon 1859 einem Brand zum Opfer und wurde bis 1861 neu aufgebaut. Das ausgedehnte Anwesen war bis 1930 als Papiermühle in Betrieb. Die spätklassizistischen Putzbauten wurden 1996 unter Denkmalschutz gestellt, da im Gegensatz zu den älteren Mühlen des Dorfes die Papiermühle ein Beispiel gibt für den Ausbau der industriellen Nutzung solcher Gebäude im 19. Jahrhundert. Das mächtige Hoftor bildet einen eindrucksvollen Abschluß der Kändelgasse an ihrem oberen Ende.

An der südlichen Begrenzungsmauer des heute als "Mühle am Weiher" bezeichneten Gebäudekomplexes ist die Sandsteintafel mit Hinweis auf den Mühlenwanderweg und sein Eröffnungsdatum eingelassen.

 

Verbandsgemeinde Grünstadt-Land
Industriestr. 11
Telefon: 0 63 59   8001-0
E-Mail: post@gruenstadt-land.de
67269 Grünstadt
Telefax: 0 63 59   8001-811
Internet: www.gruenstadt-land.de