Die Pappelmühle zu Großkarlbach

 

Wanderkarte Nr. 19

In der Güter- und Abgabenbeschreibung des kurpfälzischen Amtmannes aus Dirmstein lesen wir, daß die vierte Mühle vor dem Dorf nach Laumersheim zu gelegen in Erbpacht von Heilmann Welcker betrieben wird. Er mußte der "Kurfürstlichen Pfalz" ins Oberschloß nach Dirmstein jährlich 9 Malter Korn und einen Mastgulden abgeben. Auch mußte der Müller Frondienst leisten sowie den neuen Wassergraben bis an seine Mühle sauberhalten.

Nach Erstellen des Urkatasters 1841 wurde als Besitzer Jacob Wolf I. eingetragen und die "Mühle zu Dorf in der Untergasse" wie folgt beschrieben: Wohnhaus, Mahlmühle mit zwei Mahlgängen und ein Schälgang, Stallung, Scheuer mit Keller und Stall, zwei Schuppen, Waschküche, Schweineställe und Hofraum mit Brunnen. 1834 heiratete Philipp Catoir aus Grünstadt in die Mühle ein. Da die Kraft der oberschlächtigen Wasserräder nicht mehr ausreichte, ließ er im Jahre 1849 die erste Dampfmühle in der Gegend erbauen.

Diese Kornmühle wurde 1919 von dem Müller Thorsch erworben, in den Zwanziger Jahren modernisiert und mit 4 Walzenstühlen ausgerichtet. Heute steht die Mühle noch bedingt betriebs­bereit. Herr Bruno Thorsch ist der älteste noch lebende Müllermeister der Eckbachmühlen und betreibt heute noch etwas Mehlhandel.

 

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