Die Schleifmühle zu Kleinkarlbach

Wanderkarte Nr. 7

Die Schleifmühle - das heutige Weingut Altenbach - kann auf eine vielfältige Geschichte zurück­blicken, war sie doch genutzt als Schleifmühle, Getreidemühle, Ölmühle, Spinnerei, Gastwirtschaft mit Kegelbahn, Branntweinbrennerei und zuletzt Farbenfabrik.

Die Kleinkarlbacher Schleifmühle gehörte einst zur unteren Grafschaft von Leiningen-Hardenburg. Die ältesten Eintragungen finden sich im Sal- und Morgenbuch vom 19. Dezember 1586.

Erbbeständer war damals Max Schmidt, Schultheiß, und Margarethe, seine Hausfrau, aus dem Wei­senheimer Gericht. Jeder Schmied, der am Schleifstein arbeiten wollte, mußte den Schlüssel in Wei­senheim a. Berg beim Schultheiß holen und wieder abgeben.

Eine fast ebenso alte urkundliche Erwähnung dieses Triebwerkes ist ein Lehensbrief mit Schleifplan aus dem Jahre 1588. Die Müller waren verpflichtet, die Mühle in gutem Zustand zu erhalten. Die Schleifsteine mußten die Kallstadter aus ihren Steinbrüchen stellen.

In den Urkunden von Leiningen-Hardenburg ist die Hauptnutzung der Mühle angegeben:

Nicht nur die Bauern bekamen ihre Werkzeuge wie Pflugscharen, Hacken, Scheren und was sonst im Wein- und Obstbau und in der Landwirtschaft gebraucht wurde, dort geschliffen, auch den Waldar­beitern wurden die Äxte, Spaltkeile und Rodewerkzeuge, den Soldaten die Waffen geschärft, ebenso bekamen die Steinhauer und Maurer ihre Meißel, Spitzhacken, Pickel und Spitzhämmer dort von den Schmieden gehärtet, gespitzt und geschliffen.

 

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