Die Spormühle zu Dirmstein

Wanderkarte Nr. 23

Die Spormühle, einst Obermühle genannt, lag westlich vor den Toren Dirmsteins und gehörte dem Stift St. Martin im Bistum Worms. Die lange Reihe der Urkunden beginnt mit einem Erbbestand von 1447 an Henner Kubel und Catharin, seine eheliche Hausfrau.

1626 verpachtete Christmann Duchern, pfalzzweibrückischer Münzverwalter in Meßenheim und seine Ehefrau Kunigunda Bremmerin die Mühle einem Theobaldt Augsburger. Der Beständer hatte Bachufer und Wasserfluß ober- und unterhalb der Mühle "von der Laumersheimer Gemarkung bis an die Storr" sauber geräumt und abflüssig und auf eigene Kosten in Stand zu halten. Zu den Erbbeständern zählte im übrigen auch Freiherr Michael von Sturmfeder.

Die Mühle war mehrmals abgebrannt und im Dreißigjährigen Krieg völlig zerstört, wurde danach wieder aufgebaut.

1797 ging die Spormühle aus dem Besitz des Bischofs von Worms über an die Freifrau Wilhelmina von Camuzzi, die Ehegattin des Herrn von Pittel, kgl.-österr. Ingenieur-Major aus Böhmen. Diese ließ die Mühle 1841 an die Eheleute Cornelius aus Weisenheim a. Sand verkaufen. Weitere Eigentümerwechsel folgten.

Die Familie Rauch betreibt nach einer Umbau- und Renovierungsphase das Anwesen als gepflegtes Hotel Garni.

 

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