Die Weidenmühle zu Laumersheim

 

Wanderkarte Nr. 21

Nach einer Überlieferung soll diese Mühle zu dem untergegangenen Dorf Hasselbach oder Berghasselbach gehört haben und in den Urkunden des Klosters Marienmünster in Worms in den Jahren 1197 als die Thalmühle zu finden sein. Nach Auflösung des Dorfes Hasselbach wird die Mühle in Urkunden des Klosters Höningen als Weidenmühle mit Wehr und Karpfenanlage genannt.

1560 hören wir von einem Pächter mit dem Namen Niklaß Weidenmüller, der die Pacht zu verschiedenen "Flecken" (kleinen Grundstücken) innehielt. Es muß somit offen gelassen werden, ob die Mühle nach diesem Mann umbenannt wurde oder sein Zuname sich aus seiner Tätigkeit als Müller auf der Weidenmühle ableitet. Bis zum Jahre 1797 gehörte die Weidenmühle zum Bistum Worms, wurde dann durch den Einfall der französischen Revolutions-Truppen als Eigentum der Krone Frankreichs erklärt und nach dem Frieden von Luneville, wie alle Besitzungen der geistlichen und weltlichen Herrschaften in Mainz, versteigert.Es folgten mehrere Besitzer.

1928 ließ sich die Ludwigshafener Firma Jochim & Breidenbach in dem Laumersheimer Anwesen nieder, wobei 1957 Herr Erhart jun. die Firmenleitung übernahm und mit großer Umsicht das Werk weiterführte, das bis heute als renommierter Zuliefererbetrieb für die Automobil- und Elektro-Industrie sowie die Gas-, Meß und Regeltechnik bekannt ist.

Einen herzlichen Dank an Herrn Erhart für den finanziellen und zeitlichen Arbeitsaufwand bei der Mitarbeit an dieser Festschrift.

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