Die Wiesenmühle zu Kleinkarlbach

 

Wanderkarte Nr. 4

 

Die Wiesenmühle war einst Getreidemühle, wurde später aber auch als Schleifmühle, Hammerwerk, Wappenschmiede und Farbmühle genutzt. Heute liegt sie inmitten des Werksgeländes der Chemiefabrik Spieß & Sohn. Früher zur Kurpfalz gehörig, hatte der Baron von Wambold diese Mühle in Erbestand.

Nach der französischen Revolution gelangte sie in den Besitz der Müllerfamilie Schiffer, weswegen sie seither auch Schiffermühle genannt wurde.

Als der Nachfahre Ludwig Schiffer verstarb, erbte seine Frau Eva Catharina die Wiesenmühle und verpachtete sie mit Hammerwerk an Carl Schiffer, Wappenschmied, laut Notariatsakte Frankenthal am 10. Oktober 1853. Am 1. März 1869 verkaufte Eva Catharina Schiffer an Georg Klunk, Fabrikant, in Kleinkarlbach wohnhaft, die Immobilien bestehend aus: Wohnhaus mit zwei Mahl- und einem Schälgang, Scheuer, Stall,Lohmühle, Schweineställen und Hofraum, Pflanzgarten und ausgedehnten Wiesen- und Ackerflächen, Wegen, Brücken, Wassserleitung und Schleuse sowie den Weiher am Kieselberg. Der Kaufpreis dieser Immobilien belief sich auf 19000 Gulden.

Lohmühle: In ihr wurde die zur Ledergerbung benötigte Eichenrinde zerstampft.

 

Verbandsgemeinde Grünstadt-Land
Industriestr. 11
Telefon: 0 63 59   8001-0
E-Mail: post@gruenstadt-land.de
67269 Grünstadt
Telefax: 0 63 59   8001-811
Internet: www.gruenstadt-land.de